Hochsensitivität

Um es vorweg zu nehmen: Ich möchte in diesem Artikel über Hochsensibilität und Zahnarzt bewusst nicht auf einzelne Kriterien eingehen, die für hochsensible Menschen typisch sind. Zum Nachlesen dafür sind die hervorragend geschrieben Artikel im Internet viel besser geeignet. Nur soviel:
 
Hochsensibilität oder besser noch Hochsensitivität ist keine Krankheit!!!
 
Auch einzelne zahnärztliche Therapien möchte ich in diesem Artikel nicht weiter aufführen. Es gibt viele Möglichkeiten diese besondere Begabung vor, während und nach einer Behandlung beim Zahnarzt zu berücksichtigen, ja sogar einfliessen zu lassen. Der geneigte Leser findet hierzu viele Ideen auf meiner Webseite unter dem Punkt Spektrum. Letztendlich muss aber eine individuelle Therapie in Ruhe und in einem persönlichen Gespräch gefunden werden.
 
Was ich dagegen mit meinem Artikel bezwecken möchte, ist eine Lanze brechen und hochsensible Menschen dazu zu bewegen, den Zahnarztbesuch nicht zu vernachlässigen.
 
Was bedeutet der Zahnarzt nun für hochsensible/-sensitive Menschen?
 
Lärm, Gerüche, Enge, Zwang, dadurch Angst, Hilflosigkeit…der Kopf droht zu bersten! Keine Fluchtmöglichkeit weder in sich noch irgend woanders hin! Die Liste lässt sich wahrscheinlich endlos weiterführen… und führt in den allermeisten Fällen zu einem Trauma. (Siehe Traumaartikel weiter unten)
 
Viele Zahnärzte unterstützen diese Punkte noch mit Verständnislosigkeit, teils durch Arroganz (…“wir Halbgötter in weiss“…), Rechthaberei usw. Dabei haben sie nur Angst, weil sie es mit dem Unbekanntem zu tun haben und eigentlich gar nicht wissen, wie sie mit hochsensiblen/-sensitiven Menschen umgehen müssten und sollten. Was man nicht kennt wird abgelehnt! Aber dieses Problem kennen ja die Hochsensiblen/-sensitiven schon ihr Leben lang, oder?
 
Zugegeben: viele Dinge, die man als Zahnarzt machen muss, sind nicht sooo sonderlich angenehm. Auch nicht für den Behandler selbst! Das liegt in der Natur der Dinge…genauer gesagt am Arbeiten im und am Kopfbereich und der daraus resultierenden Knochenleitung. In manchen Kulturen ist der Kopf zudem der Sitz der Seele. Der Zahnarzt bohrt also sozusagen zwangsweise an der Seele herum… Wir sind dabei der Meinung, dass die Zähne das Spiegelbild der Seele sind!
 
FAZIT: Schön ist anders!!!
 
Was wäre nun die Lösung?
 
Die Lösung wäre all das o.g. beim Zahnarzt vergessen zu können!
 
Das setzt eigentlich erstmal voraus, dass der Zahnarzt sich der Problematik der hochsensiblen/-sensitiven Menschen bewusst ist.
 
Die Vollnarkose wäre dann sicherlich mal die erste Wahl bei Angst und Phobie beim Zahnarzt. Ist aber nicht jedermanns Sache… Weitere Punkte sind schmerzarme Anästhesie und Einfühlungsvermögen des Behandlers bis hin zu schonenden Behandlungsverfahren.
 
Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass das Bohrgeräusch, die Gerüche und auch eventuell belastende sonstige Tätigkeiten des Zahnarztes beim besten Willen nicht auszuschalten sind. (Ausser wie oben bereits erwähnt unter Vollnarkose)
 
Meiner Meinung und Erfahrung nach steht aber das persönliche vorbereitende Gespräch an erster und wichtigster Stelle. Hier kann auf all die vielleicht folgenden Behandlungen eingegangen und geplant werden, wie der nicht zu vermeidende Stress beim Zahnarzt auf ein akzeptables Niveau für den hochsensiblen Patient reduziert werden kann.
 
Ganz vermeiden wird man ihn nie können, den Stress beim Zahnarzt…aber zu seinem Verbündeten machen gelingt mit entsprechender Hilfe schon!
 
Übrigens: Zum Schluss noch eines: Ich gehöre auch dazu...zu den hochsensitiven Menschen!